Pio-kostenloser Italienischkurs

Meine 3 Lieblingsreiseziele in Italien

Mit diesem Artikel nehme ich an der Blogparade teil, eine Aktion von Julia, bei der alle leidenschaftlichen Italienblogger aufgefordert sind ihre 3 Lieblingsreiseziele in Italien vorzustellen. Weitere tolle Italienblogger und ihre 3 Lieblingsreiseziele in Italien, die ebenfalls an der Blogparade teilnehmen findest Du auf www.italienundich.com. Ich stelle dir hier meine 3 Lieblingsreiseziele in Italien vor. Als Reiseziel könnte ich ganz Italien empfehlen. Denn das Besondere an Italien ist, dass jede Region ihren ganz eigenen Charakter hat. Je nachdem, was man für Präferenzen hat empfiehlt sich die eine oder andere Region mehr: Will man viele Sehenswürdig besuchen? Modern oder antik? Liegt man gerne den ganzen Tag am Strand oder wandert man auch gerne? Rom, Venedig, Mailand, Catanzaro oder Palermo. Alles wunderschöne Städte, jedoch mit unterschiedlichen Charakter. Die Italienische Küche ist unendlich groß und jede Region hat ihre eigene Besonderheiten. So unterscheidet sich das kulinarische Angebot von Sizilien deutlich von den Köstlichkeiten aus Parma oder Napoli. Eins steht für mich fest: eine Italienreise ohne Apulien ist für mich wie ein Auto ohne Benzin. Also ist mein Hauptziel Apulien, wo auch meine Nonne (nonna=Oma, nonne=Omas) leben. Die Frage ist nur noch welche Städte besuche ich auf der Reise dorthin. Und hier meine Antwort:

1.Rom
Wie kann ich Rom die ewige Stadt nicht in meiner Liste drin haben? Die Hauptstadt Italiens bietet so viele Sehenswürdigkeiten, die jeder mal gesehen haben muss: (Kleiner Tipp: macht bei jeder Sehenswürdigkeit in Rom ein Selfie von euch mit der Sehenswürdigkeit als Hintergrund. Zuhause angekommen könnt ihr eine schöne Collage fürs Wohnzimmer erstellen als Erinnerung an die schönste Zeit im Jahr). Anfangen würde ich bei eines der berühmtesten Denkmäler auf Erden, das Colosseo. Das größte Amphiteater der Welt. Fast 2000 Jahre Geschichte. Unzählig die Legenden über die Gladiatoren. Einmal eintauchen in die Geschichte der Römer. Wenn ich schon das Colosseo besuche, dann besuche ich auch gleichzeitig das danebenliegende Foro Romano und Palatino, das älteste bewohnte Hügel Roms. Uverzichtbar ist für mich la Fontana di Trevi (ich habe in einem anderen Artikel schon mal drüber Berichtet, den findest Du hier). Nichts verkörpert mehr den italienischen Lebensstiel so gut wie La fontana di Trevi . Wenn ich schon dabei bin, dann benutze ich meine Chanance und werfe 3 Münzen hinein. Mit den Wurf von 3 Münzen lernt man der Legende nach eine Römerin (bzw. einen Römer) kennen, den man später sogar heiraten wird. Für mich ist es schon fast eine Pflicht den Vatikanstaat zu besuchen. Nicht nur für Gläubige ist die Besichtigung des Vatikans ein besonderes Erlebnis. Der Petersdom, einer der größten Kirchen der Welt, ist nur eine von den 7 Kirchen im Vatikan, die ich besuchen möchte. In der über 200 Meter lange und 132,5 Meter hohe Kirche können über 30.000 Menschen Platz nehmen. Das ist mehr als beeindruckend, besonders wenn man bedenkt, dass ich in einer kleinen Stadt lebe, die gerade mal 30000 Einwohner hat. Allein Ihre Säulen sind ein wahrer Hingucker. La capitale d´Italia bietet noch viel mehr Sehenswürdigkeiten. Jedoch plane ich, mich nicht mehr als 3 Tage in Rom aufzuhalten, weil sie (für meine Verhältnisse) relativ teuer ist. Hier kann eine Eiskugel schon mal 6,50 Euro kosten.

2. Napoli
Als nächstes würde ich gerne eine Stadt besuchen, die von meiner Heimat nur 150 km weit entfernt ist: Napoli (Neapel), der Geburtsort der Pizza. Für mich die schönste Stadt in ganz Italien. Wie ich schon erwähnt habe hat jede Region in Italien ihren ganz eigenen Charakter und auch die Einwohner zeichnen sich durch unterschiedliche Eigenschaften aus. Für mich ist Napoli und die napoletanische Kultur einer der schönsten der Welt. Fast alle in Neapel sprechen Napoletano (Dialekt), auch wenn sie die Italienische Sprache beherrschen . Napoli zählt zu den ärmeren Gegenden Italiens. Um desto warmherziger gelten die Napoletaner, die sich über die Kleinen Dinge im Leben freuen. Auch Goethe beschreibt auf seiner Italienreise die Napoletani als offene Menschen und bestätigte, dass weltberühmte Zitat :“ Vedi Napoli e poi muori ” (“ Du siehst Napoli und dann stirbst du.”, was nicht Negativ interpretiert werden darf). Ich Liebe das Motto “ solo a Napoli ” (nur in Neapel). Damit sind Geschichten gemeint, die es SO nur in Neapel gibt und sonst nirgendwo auf der Welt. Obwohl Napoli viele schöne Ecken hat, fällt eine ganz besonders hervor: il Visuvio und Pompei , das Symbol von Neapel! Beim Visuvio handelt es sich um ein 1280 Meter großen, aktiven Vulkan, der nur 9km von Napoli entfernt liegt. Wenn ich schon in Neapel bin, dann gehört ein Besuch bis an die Spitze zum MUST-DO. Von dort oben hat man Ausblick über den ganzen Golf von Neapel und noch mehr. Einen Berg hochzusteigen ist ein Erlebnis, aber ein Vulkan? Noch viel schöner! Dort spürt man die Schönheit der Natur. Eng verbunden mit der Besichtigung des Vesuvs ist die Stadt Pompei. Weltbekannt ist die kleine Stadt mit 25000 Einwohner für ihre Geschichte. 79 n. Chr. wurde Pompei durch einen von den Vesuvio ausgelösten Vulkanausbruch komplett verschluckt. Dieser Vulkanausbruch sorgte auch dafür, dass Pompei lange Zeit für die Menschen unbewohnbar blieb und verhinderte somit, das sich schnell eine neue Stadt in Pompei entwickelte. Erst im späten 19. Jahrhundert mit dem Bau vom Santuario della Beata Vergine del Rosario ,wurde das neue Pompei langsam wieder errichtet und aufgebaut. Heute ist Pompei eine Schatzkiste von alten Bauten und Architekturen,, so wie la Casa del Fauno, il Santuario della Madonna del Rosario, Villa die Misteri oder auch il foro, die jedes Jahr unzählige Touristen anziehen. In Neapel kann ich ruhig auch länger als in Rom verbleiben, weil die Preise schon eher in meiner Klasse spielen.

3. La mia Puglia (Mein Apulien)
Wie in der Einleitung schon erwähnt, kommt für mich eine Italienreise ohne mein geliebtes Apulien nicht in Frage. Dabei ziele ich direkt ins Herz der Region il Gargano, zu dem auch das Dorf meiner Familie, Mattinata, gehört. Auf seiner 2015 m² großen Fläche bietet il Gargano viel Natur. So hat man in der Foresta Umbra (ein Naturgeschützter Wald) die Möglichkeit zu Fuß oder mit dem Rad die Natur hautnah zu erleben. La Foresta Umbra erreicht teilweise eine Höhe von 832 Metern. Der Wald ist in 4 Gebiete unterteilt. Gebite A ist für die Tiere und die Natur reserviert und darf vom Menschen nicht betreten werden. Sehr interessant ist Gebiet B ,ebenfalls für die Tiere reserviert, jedoch darf hier der Mensch unter strengen Voraussetzungen (keine Motoren, nur flüstern, ect.) das Gelände betreten. In den Gebiten C und D können auch mit dem Auto besichtigt werden. Auch wenn es hier unzählige Buchen, Ahorn und Eichen gibt, existiert ein Baum, der sich von allen anderen unterscheidet: il cerro di Vico, welcher im Jahre 1719 vom Mönch Nicola da Vico gepflanzt wurde und heute einen Umfang von ca. 5 Metern und eine Höhe von 50 Metern erreicht hat. Obwohl Apulien von zwei Meeren umgeben ist, kann man hier viel mehr als nur baden. So ist il Castello del Monte, ein Schloss aus dem 13.Jahrhundert, auch bestimmt einen Besuch wert. Das besondere an dem seit 1996 UNESCO Gebäude ist sein achteckiger Grundriss. An allen acht Ecken steht jeweils ein Turm, der ebenfalls achteckig ist. 2014 belegte das Schloss sogar den 30 Platz auf der Liste der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Italiens . Wer an Apulien denk, hat meistens das Bild der Trulli Häuser im Kopf. Dabei handelt es ich um Rundhäuser aus Naturstein aus dem 17 Jahrhundert. Die Trullis wurden ohne Mörtel und ohne Zement in Alberobello (auf Deutsch=“schöner Baum”), einer kleinen Stadt mit guten 10000 Einwohnern errichtet. Trotz des einfachen Aufbaus schützen die alten Trullis sehr gut vor der Hitze Süditaliens. Heutzutage zählen die Rundhäuser ebenfalls zum UNESCO Welterben. Touristen haben die Möglichkeit Trullis im Sommer zu mieten und dort ihren Urlaub zu verbringen. Ich glaube, ich werde auch von dieser Möglichkeit Gebrauch machen.

Das waren sie: meine derzeitigen TOP 3 Städte Italiens, die ich bereisen und (erneut )erleben möchte. Ich hoffe, dass ich noch viele Jahr vor mir habe, denn meine Liste ist bei weitem viel länger und will schließlich abgehackt werden.

Die italienische Hochzeit

Eine italienische Hochzeit ist gleich zu setzen mit einem kleinen Dorffest. Meistens sind zwischen 200 und 500 Personen eingeladen und dauert einen ganzen Tag. Beginnen tut die Feier noch vor der Messe, direkt vor dem Haus der Braut. Die Verwandten warten darauf, dass das Ehepaar durch die Tür das Haus verlässt. Dabei bewerfen die Gäste das Paar mit einer Mischung aus Reis, Geld (höchstens 50 Cent Stücke) und Konfetti. Diese Konfetti haben aber nichts mit den Konfetti vom deutschen Karneval zu tun. Es handelt sich dabei um umhüllte, essbare Mandeln, die wie kleine, ovale, weiße Steine aussehen.

Gemeinsam geht es danach zur Kirche. Einmal , dass die traditionelle Messe beendet ist, wird das Hochzeitspaar draußen wieder mit einem Regen aus Reis , Geld und Konfetti gefeiert. Von hier fahren alle gemeinsam mit einem Autocorso zur Lokalität, an der den ganzen Tag gegessen und gefeiert wird. Nur das Ehepaar fährt noch kurz Fotos machen. Angefangen wird traditionell mit einem kleinen , kalten Buffet. Dazu gibt es immer ein Aperitif wie z.B Prosecco. Das Buffett wird draußen im Stehen verzehrt. Mehr als eine Mahlzeit dient das Buffet als Snack , während sich die Hochzeitsgäste alle gegenseitig begrüßen und miteinander schnacken. Meistens gibt es im Restaurant eine feste Sitzordnung, die die Braut und der Bräutigam festgelegt haben. Dabei gilt: desto verwandter man mit dem Paar ist, desto näher sitzt man am Tisch des Hochzeitspaars. Nach dem Essen, welches mindestens aus vier Gänge besteht, findet die Bescherung statt. Dabei geht jede Familie nacheinander zum Tisch des Hochzeitspaares und übergibt dem Ehepaar ihr Geschenk. Am Tisch des Hochzeitspaares sitzen mindestens 8-10 Personen: das Hochzeitspaar selbst, dessen Eltern, sowie die Trauzeugen mit Partnern. In der Regel wird Geld geschenkt. Dabei gilt als Faustregel: mindestens das Geld fürs eigene Essen sollte wieder drin sein. Auf diese Weise wird ein Großteil der Hochzeit finanziert. Für den Rest werden größere Kredite aufgenommen.

Der Gast bekommt auch ein Geschenk, beziehungsweise ein Andenken; eine sogenannte "Bomboniera". Das ist eine kleine Figur wie zum Beispiel zwei Tauben , ein Liebespaar, ein Flugzeug, ein Auto etc. meist bestehend aus Silber oder Glas, welches mit den italienischen Konfetti befüllt wird. Diese Bomboniera stellen dann die Italiener traditionell in einer Vitrine im eigenen Wohnzimmer zusammen mit vielen anderen Bombonieras von allen besonderen Anlässen wie Hochzeiten, Taufen , Kommunionen, an dennen sie teilgenommen haben. So entsteht eine kleine Kollektion zur Erinnerung. Nach der Geschenkübergabe wird dann noch ein Foto zusammen mit dem Hochzeitspaar geschossen und danach ist direkt die nächste Familie dran. Sind alle Gäste mit der Bescherung durch geht es endlich auf die Tanzfläche. Traditionell muss die Braut mit den Schwiegereltern den ersten Tanz machen. Eine größere Pause entsteht nur durch den letzten Gang: die Torte. Nicht selten wird die Torte draußen geschnitten, auch wenn es schon dunkel ist, denn es ist ja schließlich warm. Ich kann aus eigener Erfahrung nur bestätigen, dass die Atmosphäre draußen zu dieser Zeit einfach nur unbeschreiblich schön ist . Zur Erinnerung: in Süditalien ist es um 21:00 Uhr schon stockfinster. Nach der Torte wird nur noch getanzt und gefeiert was das Zeug hält. Es gibt keine Uhrzeit zu der die Feier beendet wird, meistens wird es aber deutlich nach Mitternacht.


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Die Schulferien in Italien

Unterschiedlicher könnten die Schulferien zwischen Italien und Deutschland kaum sein. Wenn man hört, dass die italienische Schüler 3 Monate Sommerferien haben, würde man am liebsten gleich in Italien zur Schule gehen wollen. Eins sei schon mal vorweggenommen: Zählt man alle freien Tage zusammen, haben deutsche und italienische Schulen nahezu gleich viele Tage Ferien. Die Italiener haben zwar 3 Monate Schulferien, dafür haben sie keine Herbstferien, gehen samstags zur Schule, und zusätzlich gibt es in Italien viel weniger Brückentage (z.B. über Pfingsten usw.). Ferien gibt es an italienischen Schulen nur 3 Mal im Jahr: Zu Ostern, zu Weihnachten und im Sommer! Ansonsten geht es zur Schule. Zu Ostern schließen die Schulen in Italien für 7 Tage ihre Türen, währen es zu Weihnachten knappe 2 Wochen gibt. Genauso wie in Deutschland regelt auch in Italien jedes Bundesland die eigenen Schulferien. Nur der Schulbeginn (der erste Tag nach den Sommerferien) ist einheitlich geregelt. d.h. alle Schulen in Italien beginnen am gleichen Tag mit dem neuem Schuljahr. Am letzten Ferientag sollte man es vermeiden in Italien zu verreisen, es sei denn, man liebt Staus und lange Warteschlangen. Die Sommerferien beginnen dieses Jahr Anfang Juni (4-12 Juni je nach Bundesland) und enden am 11.09 in ganz Italien.


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