Pio-kostenloser Italienischkurs

Das heiligste für die Italiener : Olivenöl

Aus den Oliven wird Olivenoel hergetsellt

Für uns Italiener ist es wertvoller als Gold, gesünder als jede Medizin, und heilig :"Olio di Oliva extra vergine" unser Olivenöl. Groß sind auch die Einsatzmöglichkeiten für Olivenöl: als Glücksbringer, in der Kosmetik oder als Medizin. Hauptsächlich landet es jedoch auf den Tisch und wird verspeist. Was bedeutet jedoch "extra Vergine"? Das Wort Vergine bedeutet übersetzt "Jungfrau". Das bedeutet beim Olivenöl, dass es nicht mit chemischen Zusatzstoffen oder ähnlichen angereichert wird, sondern dass das Olivenöl rein ist(unbehandelt, unberührt). Bei uns in Süditalien stellt jeder seinen eigenen Olivenöl her. Soweit das Auge reicht überall (ja wirklich überall) sind Olivenbäume. Zum einen damit jeder sein eigenes "extra Vergine" Olivenöl herstellen kann, zum anderen weil jedes Jahr die Olivenbäume von den Gemeinden finanziell subventioniert werden. Geerntet werden die Oliven zwischen September und Oktober. Dafür werden unter den Bäumen spezielle Netze ausgelegt. Mit einen Kamm an einem langen Stock, welches wie ein Laubbesen aussieht, und einer Leiter werden die Oliven vom Baum gepflückt und zwar so, dass sie auf die Netze fallen.Jetzt heißt es schnell sein. Einmal geerntet hat man 24 Stunden Zeit um sie zu einer Olivenölmühle zu bringen . In der Mühle übernehmen Maschinen die komplette Verarbeitung zum Olivenöl. Die erste Maschine, eine Trommel, trennt die Oliven von Äste und Blättern. In einem zweiten Schritt werden die Oliven gewaschen. Danach zerquetschen ein Hammer die Olive inklusive ihren Kern. Der daraus resultierende Brei bzw. Paste wird gut umgerührt und ggf. mit Wasser ergänzt. Wichtig ist bei der gesammten Prozedur, dass die 28 ° C nicht überschritten werden. Dieser Brei kommt in einen Dekanter rein, der den Brei praktisch unterteilen tut in Flüssigkeit und festen, trockenen Presserückstand. Der trockene Presserückstand der Oliven ist ein fertiges Produkt und kann ideal als Dünger benutzt werden. Während die Flüssigkeit, die der Dekanter erstellt hat, noch ein Gemisch aus Wasser und Öl ist. Eine Schleuder nutzt die unterschiedliche Dichte von Wasser und Öl aus und schleudert dieses Gemisch mit ca. 7000 Umdrehungen die Minute um die beiden voneinander zu trennen. Nun haben wir unser fertiges Olivenöl.


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un Espresso - Der italienische Kaffee

un espresso - der italienische Kaffee

Kaffee ist nicht gleich Kaffee. Wenn man in Italien einen Kaffee bestellt bekommt man automatisch einen Espresso. Ein Espresso ist ein kurzer, starker Kaffee. In der Regel ist er nur 25 ml groß. über den schwarzen Kaffee befindet sich immer eine haselnussbraune Schaumschicht, die berühmt-berüchtigte Crema. Die meisten Bars in Italien servieren dazu ein Glas Leitungswasser. Wer in Italien einen Espresso an der Bar bestellt sollte sich nicht hinsetzen. Denn die Bars haben zwei Preise: einen für den Espresso am Tresen (im stehen) und einen anderen Preis, falls man sich am Tisch hinsetzen möchte. Meistens zahlt man mehr als das Doppelte, falls man sich hinsetzt. Ein Espresso am Tresen kostet in ganz Italien meist nur 1 Euro. Aber Vorsicht: der Preis für einen Espresso in der Bar kann von Stadt zu Stadt und von Bar zu Bar stark schwanken. So zahlt man für einen Espresso in Bari (Apulien) am Tresen 90 Cent, während in Venezia ein Espresso am Tresen 3 Euro kostet, im sitzen sogar 6,50 Euro. Im Durchschnitt besucht der Italiener 5-6 mal am Tag die Bar. Meist in einer kleinen Runde zwischen zwei und sieben Personen. Dabei zahlt nie jeder seinen eignen Kaffee, sondern jeder übernimmt im Wechsel die gesamte Runde. Das ist eine frage der Ehre für die Italiener. Mittlerweile gibt es viele verschiedene Variationen von Espresso. Zum Beispiel Espresso lungo (lang) bedeutet, dass der normale Espresso mit etwas Wasser verlängert wird. Das Gegenteil dazu ist Espresso corto (kurz). Hier ist der Espresso etwas kürzer. d.h. er enthält etwas weniger als die üblichen 25 ml . Oder ein Espresso corretto (verbessert). Bei dieser Variation handelt es sich üblicherweise um ein Espresso mit Grappa oder um ein Espresso mit einen Schuss Sambuca. Der Espresso corretto wird sehr gerne von den "feinen" Herren (Don Signiori) in Italien bestellt, denn er hat einen praktischen Vorteil: wenn jemand die Herren in der Bar sieht, dann trinken diese scheinbar nur einen Espresso, keinen Alkohol.


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